Meinungen

04. November 2011 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Anwälte entdecken Täter-Opfer-Ausgleich als strategisches Mittel

Man kann nicht von jedem edle Motive zur Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs erwarten. Strafmilderung oder Verfahrenseinstellung sind auch respektable Gründe, warum Beschuldigte sich auf einen Täter-Opfer-Ausgleich einlassen und Verantwortung für die Tat zu übernehmen.

Wenn aber anwaltlicher Rat den Täter-Opfer-Ausgleich als eine rein pragmatisch-taktische Aufgabe im Rahmen einer Verteidigung darstellt, hat das mit den Vorgaben von Restorative Justice nichts mehr zu tun.

24. Mai 2011 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

TOA versus TOA

Da möchte jemand mit einem Blogger in Kontakt treten, um dessen Blog-Namen zu erwerben, da dieser bereits seit 10 Jahren inaktiv ist. Er fragt im Internet:

Optimal wäre dazu der Name: "toa.blogspot.com", der Name wäre also "TOA". Die jeweiligen Einträge handeln von Schulthemen und interessanten Punkten im Praktikums-Alltag. Es ist ein medizinischer Beruf und es gibt dazu bisher weder ein Forum noch sonstige Informationen. Ich will diesen Blog in erster Linie als Hilfestellung für Leute erstellen, die sich ebenfalls für diesen Beruf interessieren.
Gibt's eine Möglichkeit, mit diesem User in Verbindung zu treten oder kann Google bei so langer Inaktivität dessen Account bzw. diesen Blog freigeben?

Eine Antwort fällt besonders hart aus:

Warum sollte "TOA" ein guter Blog-Name sein? Google findet zum Suchbegriff so abstruse Sachen wie Täter-Opfer-Ausgleich.

Des einen Leid, des anderen Freud. Es kommt halt nicht erst seit Guttenberg auf den jeweiligen Blickwinkel an, was man als "abstrus" bezeichnet.

19. März 2011 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Internet-Foren und das Thema Täter-Opfer-Ausgleich

Da fragt ein Schüler im Internetforum gutefrage:

also, in der schule haben wir aufgeschrieben, dass es im strafrecht zwei verschiedene straftheorien gibt. einmal die absolute und dann die relative straftheorie.
dabei kann die relative straftheorie nochmals unterteilt werden in generalprävention (einwirkung auf allgemeinheit), individualprävention(einwirkung auf den täter/einzelnen) und täter opferausgleich.
zum täter-opfer-ausgleich haben wir augeschrieben, dass dies eig nur im jugendstrafrecht angewandt wird. warum? wieso denn nicht bei erwachsenen?
mein lehrer wusste es auch nicht...

Alle die Antworten wissen nicht, dass der TOA seit langem im Erwachsenenstrafrecht verankert ist und seit vielen Jahren praktiziert wird.

In 123recht.net wird gefragt

Es gibt keine Beweise, ausser der Aussage des G bei der Polizei.
Nun ist es so, dass die StA nach der Bereitschaft eines TOA fragt.
Was heisst das denn?Das man den Beschuldigten als Täter vermutet oder schon überführt hat?
Wenn der B drauf eingeht , ist das dann ein Schuldeingeständnis?

Die Antwort fällt wie folgt aus:

TOA soll ja nur eine "Lappalie" ohne zusätzliche Kosten für den Steuerzahler erledigen. Wenn du das partout nicht willst (etwa weil du wirklich unschuldig bist), dann musst du wohl auf deinen Freispruch warten...

Das mag man als unwichtige Nebengeräusche abtun. Es ist aber fraglich, ob es unschädlich ist, wenn sich in der Bevölkerung ein Bild vom Täter-Opfer-Ausgleich festsetzt, das nichts mit der Rechtslage und der Praxis zu tun hat und den TOA als Lappalienverarbeitung im Jugendstrafrecht darstellt. Ein Internetportal zum Täter-Opfer-Ausgleich, das die allgemeine Öffentlichkeit zur Zielgruppe hat, ist überfällig!

15. Mai 2009 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Reaktionen und Meinungen auf Bericht zum Täter-Opfer-Ausgleich

Der Bericht im WAZ-Medienportal liefert eine interessante Fallschilderung eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Selten hat aber ein Artikel so viele Reaktionen ausgelöst. Die zahlreichen Kommentare reichen von

Das ist wieder so ein Psychologenquatsch, der über die Überflüssigkeit des eigenen Berufs hinwegtäuschen soll.

bis zu

Ist mir aus der Seele gesprochen.

. Die Kommentare sind am Ende des Artikels zu lesen. Scrollen!

28. Oktober 2008 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Immere dasselbe - Presse zeichnet verzerrtes Bild der Kriminalität

Die Südwest-Presse titelt am 28.10.2008 "Mehr junge Gewalttäter" und schafft damit ein Bild, das Schlimmstes befürchten lässt und Ängste schürt. Erst wenn man den Artikel aufmerksam liest, wird diese reißerische These nicht nur relativiert, sondern selbst von Justizminister Goll in Frage gestellt. Er wird wie folgt zitiert:

03. Oktober 2008 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Video: Stimmen des Nordens

Nach dem Stimmen des Südens folgen nun die Stimmen des Nordens:
Bürger der Stadt Oldenburg, Juristen und TOA-Mediatoren diskutieren allgemein über Täter-Opfer-Ausgleich.

25. August 2008 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Video: Stimmen des Südens

Bürger aus Baden-Württemberg beantworten vier Fragen zum Täter-Opfer-Ausgleich. Wer ohne Übersetzung nicht auskommt kann die sich das norddeutsche Pendant anschauen.