Medien

16. November 2009 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Auge um Auge, Zahn um Zahn - kein Freifahrschein für Racheengel

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Wer kennt ihn nicht, diesen Satz: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und die meisten Denken dabei an die Rechtfertigung von Rache und Gewalt. Dabei verhält es sich genau umgekehrt.

Nicht die willkürliche, unbegrenzte Rache, sondern das Gebot einer Verhältnismäßigkeit der Reaktion ist Essenz dieser Aussage.

Wikipedia meint dazu:

Übersetzt als Auge um Auge, oft zusammen mit Zahn um Zahn, wird das Teilzitat meist als Anweisung an das Opfer oder seine Vertreter aufgefasst, dem Täter Gleiches mit Gleichem „heimzuzahlen“ bzw. sein Vergehen zu sühnen („wie du mir, so ich dir“). Jedoch widerspricht der biblische Kontext dieser Auslegung.

Nach überwiegender rabbinischer und historisch-kritischer Auffassung verlangte die sogenannte Talionsformel (von lateinisch talio: Vergeltung) einen angemessenen Schadensersatz in allen Fällen von Körperverletzung vom Täter, um die im Alten Orient verbreitete Blutrache einzudämmen und durch eine Verhältnismäßigkeit von Vergehen und Strafe abzulösen.

Die Kornwestheimer Zeitung vom 6.11.2009 stellt einen Bezug zum Täter-Opfer-Ausgleich her. Wie man ergänzend auf der Website der Heidelberger Universität nachlesen kann, sind auch renommierte Zeitschriften nicht dagegen gefeit, diesen Irrtum weiter zu verbreiten.

09. Februar 2009 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Professionell mit der Öffentlichkeit kommunizieren

Der Vortrag (45 Minuten) von Sandra Leder macht deutlich, dass eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit eine notwendige Voraussetzung für den Dialog mit der Öffentlichkeit ist. Der Vortrag zeigt auf einfache und klare Weise Wege auf, wie die Zusammenarbeit mit den Medien gestaltet werden kann, und beschreibt die Perspektive und die Situation der Menschen, die im Medienbereich arbeiten. Dabei bleibt die Referentin immer ganz nah an der Realität des Täter-Opfer-Ausgleichs.

28. Oktober 2008 (Tatausgleich und Konsens e.V.)

Täter-Opfer-Ausgleich im Kriminalfilm

In dem Fernsehfilm des ZDF Schlaflos aus der Serie "Der Kriminalist" wird der Täter-Opfer-Ausgleich geschildert und ist ein wesentlicher Bestandteil der Handlung. Auch wenn der Vermittler als einer der Hauptverdächtigen eine mehr als zwielichtige Rolle spielt und der Täter-Opfer-Ausgleich aus unerfindlichen Gründen gefilmt und den Polizisten zur Auswertung vorliegt, wird der TOA erstmalig im Rahmen eines Spielfilms einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Aus dem Inhalt:

Leonie Bergan war Opfer eines Verkehrsunfalls, den Robert zu verantworten hatte. Im Täter-Opfer-Ausgleich ist sie dem verschlossenen, jungen Mann persönlich begegnet.