Konferenz
EU-Justizkommissarin Viviane Reding zählt Restorative Justice zu Opferrechten
Wer bei Aufenthalten in anderen EU-Ländern zum Opfer eines Verbrechens wird, soll in Zukunft besseren Schutz erhalten. Die Belange der Opfer sollen in den Fokus gerückt werden. EU-Justizkommissarin Viviane Reding stellte in Trier das Gesetzgebungspaket zum Opferschutz vor, das Vorschläge für Mindeststandards und die Stärkung der Opferrechte vorsieht. Darin wird auch ausdrücklich der Einsatz und den Nutzen von Täter-Opfer-Ausgleich und Verfahren der Restorative Justice genannt.
Opfer müssen eine Stimme im Verfahren bekommen, ihre Bedürfnisse müssen beachtet werden. Es wird notwendig sein, eine Veränderung der Kultur und der generellen Einstellung zu erreichen. Unsere Strafrechtssysteme wurden nicht unter Berücksichtigung der Opfer entwickelt, sondern nur darauf ausgerichtet, den Täter zu verfolgen und die Gesellschaft zu verteidigen. Dies zeigt sich an der Art, wie mit Opfern umgegangen wird. Ich würde gerne die EU als Wegbereiter für eine Veränderung in der Denkweise der Politiker und der Justizbehörden sehen. Neben dem Ergreifen und Bestrafen des Täters sind die Bedürfnisse der Opfer ein wesentlicher Bestandteil. Opfer haben Bedürfnisse und sie haben Recht und eine Rolle innerhalb des Verfahrens.
Frau Reding kündigte an, sich aktiv für die weitere Verbreitung von Restorative Justice einzusetzen. Die bisherigen Richtlinien hätten nicht zu der gewünschten Umsetzung geführt und man wolle nun in einer 'roadmap' schrittweise eine Stärkung der Opferrechte erreichen. Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter im Umgang mit Opfern geschult werden und diese EU-weit Unterstützung bekommen. Reding will zudem sicherstellen, dass Betroffene über ihre Rechte und ihren Fall in einer Sprache informiert werden, die sie verstehen.
Täter-Opfer-Ausgleich – ein Beitrag zur Friedfertigkeit?
Der Täter-Opfer-Ausgleich wird in Frankfurt am Main seit 20 Jahren praktiziert. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltete der Träger Ev. Regionalverband Frankfurt am Main eine Feierstunde. Dabei hielt Ministerialdirigent im Bundesministerium der Justiz a.D. und
Honorarprofessor an der Albertus-Magnus-Universität zu Köln Horst Viehmann einen vielbeachteten, grundsätzlichen Vortrag mit dem Titel "Täter-Opfer-Ausgleich – ein Beitrag zur Friedfertigkeit?". Wir danken Herrn Viehmann, dass er den Text Tatausgleich und Konsens zur Verfügung gestellt hat und wir ihn unseren Lesern damit im Anhang zur Lektüre empfehlen können.
13. TOA-Forum in Potsdam - Fachkongress für Täter-Opfer-Ausgleich
Unter dem Motto "TOA Version 2010 - benutzerfreundlich, justizkompatibel, stabil" findet vom 9. bis 11. Juni 2010 in Potsdam im Brandenburgsaal der Staatskanzlei (siehe Bild nebenan) das 13. Forum für Täter-Opfer-Ausgleich statt.
Wer ist angesprochen und worum geht es?
Das Forum für Täter-Opfer-Ausgleich richtet sich an Praktiker aus dem Bereich Täter-Opfer-Ausgleich sowie an Beschäftigte in der Opfer- und Täterhilfe.
Staatsanwälte, Richter, Rechtsanwälte und Polizisten sind ebenso angesprochen wie Lehrer, Priester, Mediatoren und all diejenigen, die sich für die Grundgedanken von Restorative Justice interessieren bzw. damit schon vertraut und verbunden sind.
Alle zwei Jahre bietet das Forum für Täter-Opfer-Ausgleich Informationen, Austausch, Orientierung, Blicke über den Tellerrand - und ist damit die aktuelle Informationsdrehscheibe für Fragen rund um die Themenbereiche ausgleichende Gerechtigkeit und Täter-Opfer-Ausgleich.
Veranstaltet wird das Forum vom Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung in Köln.
Fachtag spannt Bogen von der Friedensarbeit in Nordirland zum Täter-Opfer-Ausgleich
Joe Doherty (rechts im Bild zu sehen) ist eine authentische Persönlichkeit. Sein Vortrag über die Situation in Nordirland und der Bericht über seinen ganz persönlichen Weg vom IRA-Kämpfer, der 23 Jahre im Gefängnis saß, zum Friedensmacher und Jugendsozialarbeiter, ließ seine Zuhörerschaft beeindruckt zurück. Frieden sei selten der einfachere Weg, gleichwohl gibt es dazu keine Alternative, so das Credo des Mannes von der grünen Insel.
Als Männer der klaren Worte sind Bundesanwalt Dr. Wolfram Schädler (pro) und MdB Siegfried Kauder (kontra) im Programm des Fachtages zum Thema 'TOA bei schweren Straftaten' angekündigt worden. Da wurde nicht zu viel versprochen. Das Streitgespräch entpuppte sich als lebendige Diskussion auf hohem Niveau. Die unterschiedlichen Positionen wurden deutlich herausgearbeitet. Beide Seiten zeigten sich jedoch nach eigenen Angaben nicht "beratungsresistent". Man hat zur Fortsetzung des Dialogs ein ausführliches Gespräch vereinbart.
Für alle, die nicht dabei waren, besteht die berechtigte Hoffnung, die aufgezeichneten Vorträge und das Streitgespräch auf diesem Weblog demnächst anschauen zu können
Dank der Unterstützung durch die Sparkasse Mainz konnte in der Woche, in der die Veranstaltung stattfand, die Ausstellung Peace Counts gezeigt werden. Neben dem Engagement von Joe Doherty waren dort die Initiativen von weiteren 23 Friedensaktivisten auf der ganzen Welt zu sehen.
Pressestimmen:
Mainzer Allgemeine Zeitung
Ad Hoc News
Fachtag zum TOA am 2. Oktober 2009 mit spannenden Inhalten
Anlässlich ihrer Jahreshauptversammlungen laden die Bundesarbeitsgemeinschaft Täter-Opfer-Ausgleich e.V., der Verein Tatausgleich und Konsens e.V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Täter-Opfer-Ausgleich zu einem gemeinsamen Fachtag 'Täter-Oper-Ausgleich' nach Mainz in das Haus des Jugendrechts ein. Der Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz - Heinz Georg Bamberger - hat sein Kommen bereits zugesagt. Was dürfen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen noch von diesem Tag erwarten?
Einen überaus interessanten Mann, der den Weg aus der Gewalt bewusst gewählt und gefunden hat.
Eine Podiumsdiskussion, die nicht die übliche Lobhudelei, sondern wirklich Kontroverses zu Tage fördern wird.
Ein Highlight kabarettistischer Kleinkunst im 'Mainzer Unterhaus'.
Eine interessante Ausstellung, zu der renommierte Journalisten von AJA (Advanced Journalism Academie – Wir lehren und betreiben konstruktiven Journalismus) zahlreiche Beiträge zusammengestellt haben.
Die Veranstalter würden sich freuen, Sie zu diesem Fachtag begrüßen zu dürfen. Das ausführliche Programm und das Anmeldeformular finden Sie im Anhang.
Joe Doherty - Vom Untergrundkämpfer zum Sozialarbeiter
Nachdem bereits der Justizminister von Rheinland-Pfalz, Heinz Georg Bamberger, sein Kommen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung von Tatausgleich und Konsens am 2.Oktober 2009 im Haus des Jugendrechts in Mainz zugesagt hatte, freuen sich die Veranstalter nun als Gastreferenten Joe Doherty, seines Zeichens ehemaliger Terrorist und heute Friedensarbeiter in Nord-Irland, präsentieren zu können. Er wird davon berichten, wie er um den richtigen Kurs gerungen und den Weg vom alten Nordirland ins neue beschritten hat. Vom Untergrundkämpfer zum Konfliktschlichter.
Gleichzeitig zum Fachtag wird mit freundlicher Unterstützung der Kreissparkasse Mainz die Ausstellung Peace Counts zu sehen sein.
Justizminister Bamberger bei Fachtag von Tatausgleich und Konsens
Der Verein Tatausgleich und Konsens e.V. und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Täter-Opfer-Ausgleich (BAG TOA) planen am 2.Oktober 2009 in den Räumen des Hauses des Jugendrechts in Mainz ihre jeweiligen Mitgliederversammlungen. Dies ist ein willkommener Anlass, über den Täter-Opfer-Ausgleich auch in der breiten Öffentlichkeit zu berichten und aktuelle Entwicklungen mit den erscheinenden Fachleuten zu erörtern.
Aus diesem Grund wird ebenfalls am 2. Oktober 2009 ab 11:00 Uhr ein Fachtag in Mainz stattfinden. Der Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz Dr. Heinz Georg Bamberger hat bereits sein Kommen zugesagt.
Fachtagung: Sozialer Frieden durch außergerichtliche Konfliktschlichtung
Am 30. und 31. Januar 2009 findet in Berlin in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung Hiroshimastr. 17 eine Fachtagung unter dem Titel
Sozialer Frieden durch außergerichtliche Konfliktschlichtung
Mit dem Täter-Opfer-Ausgleich auf dem Weg zu einer humaneren Strafrechtspflege
statt.
Die Eröffnung um 14:00 Uhr wird die Bundesministerin der Justiz, Brigitte Zypries vornehmen.
Den Eröffnungsvortrag wird Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter unter dem Titel „Täter –Opfer–Versöhnung“ halten.
Viele Foren und Vorträge u.a. mit Dr. Christa Pelikan, Prof. Christian Pfeiffer, Prof. Horst Viehmann, Prof. Dr. Dieter Rössner, Prof. Dr. Bernd-Dieter Meyer, Prof. Dr. Trenzcek, Gerd Delattre.
Die Veranstaltung, welche die Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Täter-Opfer-Ausgleich durchführt, wird am Samstag um 13:00 Uhr mit einem Mittagsimbiss zu Ende gehen.
Die Tagungsgebühr beträgt 25,00 € incl. Abendessen, Mittagsimbiss und Kulturprogramm. Ermäßigte Tagungsgebühr für Studenten 10,00 € (Für BAG-TOA Mitglieder frei!).
Das Programm mit einem Anmeldeformular befindet sich im Anhang.
Bundesjustizministerin Zypries bei TOA-Tagung
Die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Täter-Opfer-Ausgleich veranstalten am 30. und 31. Januar 2009 in Berlin eine Tagung zum Täter-Opfer-Ausgleich und dessen Bedeutung im nationalen und Internationalen Kontext. So namhafte Referenten wie Nils Christie aus Norwegen und Christa Pelikan aus Österreich haben bereits zugesagt.
Die politische Bedeutung der Tagung wird dadurch unterstrichen, dass die Bundesjustizministerin Zypries ebenfalls an der Tagung teilnehmen wird.
4. Kongress für Integrierte Mediation:
4. Kongress für Integrierte Mediation: Der Kongress steht unter dem Motto "Mediation richten". Er setzt sich mit der Regulierbarkeit und der Integrierbarkeit von Mediation auseinander. Die Veranstalter wollen Stellung beziehen! Dabei unterstützen sie der Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Bamberger, der Präsident des Oberlandesgerichts Koblenz, Ralf Bartz, die Leiterin der Abteilung Rechtspflege im BMJ, Frau Graf-Schlicker, Prof. Dr. Greger, Prof. Dr. Neuert sowie viele Experten und Praktiker der Justiz und Mediation.



