„U-Bahn-Schläger trifft Opfer - Gerechtigkeit statt Haftstrafe“
Stern-Online beschreibt einen gelungenen TOA in einem gelungenen Artikel
U-Bahn-Überfälle standen in den vergangenen Monaten immer wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Ihre Brisanz erhalten sie auch dadurch, dass das Geschehen oftmals gefilmt und dann sichtbar und immer wieder vor Augen geführt werden kann. Sichtbar miterlebte Gewalt berührt den Menschen unmittelbarer, als eine Erzählung. Sie betrifft ganz direkt.
Umso überraschender erscheint es, wenn dann ein Opfer bereit ist, sich mit dem Täter an einen Tisch zu setzen und das Erlebte zu reflektieren. Manchem, der von außen die Gewalt erlebt, weil er sie im Film gesehen hat, wird es schwer fallen, dies zu verstehen, und es vielleicht sogar als Zumutung empfinden.
Und doch war Dieter P. genau dazu bereit, und er sagt sogar: "Ich wollte den Täter kennen lernen. Ich wollte hören, warum er mich geschlagen hat. Ich wollte dieses Gespräch, um das Erlebte besser für mich verarbeiten zu können."
Der Artikel spricht in seiner Überschrift von „Gerechtigkeit statt Haftstrafe“. Sie spiegelt die empfundene Wirklichkeit der direkt Betroffenen wider und trifft sehr genau das, was man als Außenstehender sich oft nicht vorstellen oder gar nachempfinden kann.